Was ist Manuelle Therapie?
Die Manuelle Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlung für Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Sie wird von Physiotherapeutinnen mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation durchgeführt.
Im Mittelpunkt stehen die gezielte Untersuchung und Behandlung von Gelenken, Muskeln und angrenzendem Gewebe. Das Vorgehen richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und dem individuellen Befund.
Untersuchung und Befund
Zu Beginn fragt die Therapeutin nach Ihren Beschwerden und danach, bei welchen Bewegungen oder Belastungen sie auftreten. Anschließend prüft sie unter anderem Beweglichkeit, Belastbarkeit und das Zusammenspiel der beteiligten Strukturen.
Die Untersuchung hilft dabei, die Behandlung auf die betroffene Körperregion und Ihr persönliches Behandlungsziel abzustimmen.
Behandlung mit den Händen
Mit kontrollierten, dosierten Griffen werden Gelenke bewegt und bei Bedarf Muskeln sowie angrenzendes Gewebe behandelt. Stärke, Richtung und Umfang der Griffe richten sich nach Befund, Verordnung und Ihrer Rückmeldung.
Im Mittelpunkt stehen geführte, an Ihre Situation angepasste Techniken. Eine ruckartige Behandlung oder ein pauschales ‚Einrenken‘ ist nicht das Ziel.
Aktive Übungen als Ergänzung
Je nach Behandlungsziel können aktive Übungen die manuellen Techniken ergänzen. Dabei üben Sie Bewegungen selbst und erhalten Hinweise zur Ausführung.
Die Übungen können dazu beitragen, die in der Behandlung erarbeitete Beweglichkeit und Funktion im Alltag gezielt zu nutzen. Welche Übungen geeignet sind, wird individuell entschieden.
Verordnung und erster Termin
Für eine Behandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkasse benötigen Sie eine ärztliche Verordnung für Manuelle Therapie. Bitte bringen Sie die Verordnung und vorhandene relevante Befunde zum ersten Termin mit.
Tragen Sie möglichst bequeme Kleidung, damit die betreffende Körperregion gut untersucht und behandelt werden kann.